Die Herausforderung
Die FER Genève (Föderation der Westschweizer Unternehmen) und die ZKBV (Zwischenbetriebliche Kasse für Berufliche Vorsorge) strebten die Entwicklung des SPARK-Campus in Genf an – ein Campus, der sich der beruflichen Ausbildung sowie ergänzenden Funktionen widmet, um eine vielfältige Bandbreite von Aktivitäten innerhalb der Lern- und Forschungsgemeinschaft zu ermöglichen.
Studio Banana wurde mit der Gestaltung des zentralen Raums im Hauptgebäude in Plan-les-Ouates beauftragt – ein lebendiger sechsstöckiger Bereich, der als Herzstück des Campus gedacht ist, um die Verbindung zwischen Lernenden, Auszubildenden und Fachpersonen zu stärken
Das Ergebnis
Ein zukunftsfähiges Lern-Ökosystem für die Erstausbildung und Weiterbildung, das darauf ausgelegt ist, das Erlebnis für Studierende zu verbessern. Der vielseitige SPARK-Campus erstreckt sich über 34.000 m² auf zwei miteinander verbundenen Gebäuden und beherbergt 1.600 Auszubildende in 25 Berufen, wodurch Zusammenarbeit, berufliche Integration und Wissensaustausch gefördert werden.
Das Herzstück bildet das Podium – ein prägnantes, dynamisches Element, das den Charakter eines urbanen Platzes annimmt und Hospitality-Erlebnisse wie Café, Terrasse und E-Bäume nahtlos integriert, um Nutzer*innen willkommen zu heißen und sozialen Austausch sowie Erholung zu fördern, während gleichzeitig die Nutzung von Bildungseinrichtungen neu definiert wird.
Entdeckung
Was zeichnet erlebnisorientierte Lernräume aus?
Um die Bedürfnisse und Beweggründe der Auftraggeber*innen zu verstehen, führten wir eine Reihe von Workshops durch, in denen wir zentrale Herausforderungen und strategische Treiber identifizierten, die das zukünftige Campus-Design prägen sollten:
Verbindungen fördern, Austausch anregen und die Entwicklung der Lernenden unterstützen.
Ganzheitlichen Komfort priorisieren, mit anpassungsfähigen, vielfältigen Perspektiven und Bedürfnissen.
Hochwertige Mietflächen schaffen, die durch ein zentrales Atrium verankert sind und die Identität des Standorts stärken.
Look & feel
Die Lernerfahrung durch Hospitality-Angebote bereichern
Zur Verbesserung des Lern-Erlebnisses integriert das Design multifunktionale Hospitality-Bereiche, die sich nahtlos in den Campus-Alltag einfügen. Der grosse zentrale Patio, die offene Bühne und das Café dienen als lebendiger gemeinschaftlicher Treffpunkt, der Zusammenarbeit und Engagement fördert.
Multifunktionale Campus-Räume
Im Herzen des Campus erhebt sich ein sechsstöckiges zentrales Atrium, das von natürlichem Licht durchflutet wird und die repräsentativste architektonische Geste des Gebäudes bildet. Eingebettet unter terrassenartigen Sitzstufen verbindet dieser lebendige urbane Platz ein Café mit einem Technikraum, der zu einer kleinen offenen Bühne führt. Das modulare Element aus Holz mit feiner Detailarbeit ist so gestaltet, dass es vielseitig nutzbar ist – von Präsentationen mit bis zu fünfzig Personen bis hin zu informellen Treffen. Diese Elemente bilden gemeinsam einen einladenden sozialen Treffpunkt.
Ein immersives Lichtkonzept
Inspiriert von der Natur wird das Lichtdesign zu einem dreidimensionalen Kunstwerk, das die Strahlkraft des Raumes verstärkt. Es ahmt einen „Lichtregen“ nach, dessen raffinierte geometrische Struktur ein harmonisches Zusammenspiel von Licht und Form erzeugt.
Ein zukunftsfähiges Bildungsgebäude
Ein hochmoderner Hörsaal mit 300 Sitzplätzen ist für Grossveranstaltungen und Seminare vorgesehen. Zusätzlich sorgt ein strassenseitig gelegener Supermarkt für mehr Komfort und bringt essentielle Dienstleistungen in diese überwiegend industrielle Umgebung.
Nachhaltigkeit im Fokus
Das Eichenpodium, 16 Meter lang und 6,7 Meter breit, spielt mit unterschiedlichen Höhen und erstreckt sich in verschiedenen Winkeln, um einen dynamischen Dialog zwischen der Plattform und dem natürlichem Licht zu schaffen. Gekrönt wird es von einer Terrasse mit E-Bäumen – innovativen, solarbetriebenen Konstruktionen mit photovoltaischen Überdachungen. Diese nutzen Energie vom Glasdach, dienen als Sitzgelegenheiten und Ladestationen und verbessern so Nachhaltigkeit und Nutzer*innenkomfort.
Fazit
Indem wir Offenheit, Transparenz und Gastfreundschaft auf allen Ebenen fördern, schafft unser Design ein einladendes soziales Herz, das spontane Begegnungen und bedeutungsvolle Verbindungen zwischen Lernenden und Fachpersonen ermöglicht. Anpassungsfähige Räume – von informellen Treffpunkten bis hin zu formellen Präsentationsbereichen – sorgen dafür, dass sich alle Nutzer*innen während ihres gesamten Aufenthalts unterstützt fühlen. So entsteht ein zukunftsfähiger Campus, der ein ganzheitliches und dynamisches Ökosystem fördert, in dem Offenheit und Transparenz nicht nur architektonische Prinzipien sind, sondern gelebte Erfahrungen, die Menschen befähigen, Wissen zu teilen und sich zu entfalten.